...and winter came!

Montag, 01.12.2014

Joar! Tagestemperatur heute: gefühlte -30 Grad. Alles klar!

Nachdem ich gestern unter dem ganzen Schnee mein Auto wiedergefunden habe, sind Emily, Darcy und ich ein Stück den Mt Seymour hochgestiefelt und haben so noch vor offiziellem Start der Saison unser Equipment getestet und einen Vorgeschmack auf Fernies berühmten Pulverschnee bekommen. Sehr schön war's. Ich hab auch nur ganz kurz gedacht, dass wir sterben müssen, als wir bei einbrechender Dunkelheit und sekündlich fallenden Temperaturen kurzfristig festsaßen. Schöner Dialog: (Darcy) "I was worried about you guys" (Emily) "We are fine! Helena is German and I got handwarmers" (Helena) "What do you mean, Helena is German?" (Emily) "You know, you are tough" Na Dankeschön!

Morgen beginnt mein Training im Skiresort und Freitag fällt der Startschuss...juhu!!!

Hab mir heute dafür extrem tolle Snowboots rausgelassen...warm bis -40 Grad. Bring it on!!!

Finding Home for Winter

Mittwoch, 05.11.2014

...also, bevor das hier noch länger dauert, gibts schon mal ein paar Fotos als Anfang:

 

Ich bin jetzt seit drei Wochen in meinem neuen Zuhause (wieder) in Fernie!

Auf dem Weg hierher bin ich: in Kamloops gelandet, nach Chase mitgenommen worden, spontan  zum Thanksgiving Dinner eingeladen worden, hab einen Tag am Shuswap Lake für den Salmon Run aufm Parking Lot gearbeitet, bin nach Kamloops mitgenommen worden, mit dem Bus (wieder über Chase) nach Vernon gefahren und (wieder) diesmal von meiner Aspengrove family zum Thanksgiving Dinner eingeladen worden, hab mein Auto (mit nagelneuen Bremsen) abgeholt und bin nach Nelson gefahren. Ja genau, wieder. Hostel, Strand und Deli abgeklappert. Dann nach Fernie gefahren. Handkranatenbier gekauft. Ein Date mit ner Couch platzen lassen.

Fernie bisher in Stichpunkten: an der Hostelbar wiedererkannt worden "You're back!", bei Denise, Xavier und Ozzy einziehen, nette! Australier (wie meine Mitbewohnerin Emily kennenlernen (endlich!), einen Job im Skiresort abgreifen "You're fun!" (Start 01.12.), als Babysitter arbeiten, gesundes Essen kochen und backen, (un)gesundes trinken, Bands vom Wapiti Festival wiedersehen, Boxen, in die Kirche gehn, Häkeln lernen, ne kanadische Nummer (und neues Handy) besorgen, in Whitefish (Montana, USA) meine komplette Skiausrüstung finden, mit Xaviers Freund Darcy "Frolfen"  (Frisbee Golfen), spontan von Xaviers Chef für ein paar Tage engagiert bei der alljährlichen Generalüberholung seines Sushirestaurants Yamagoya auszuhelfen, mit Denise und Emily die Ghostriders beim Hockey anfeuern und "The Lunchbox" im Kino sehn, ne unfassbare Halloweenparty überstehn, die Tatsache genießen wieder in einem Ort zu leben, wo jeder so ziehmlich jeden kennt und das Motto "Come Work and Play With Us" nicht einfach nur ein Motto ist. Kurz gesagt: Ich liebe es hier!

Mein Fähnchen hab ich schon in Fernie gesetzt, daher markier ich von nun an die Ausflüge!

Taximafia und andere Highlights

Montag, 13.10.2014

Kaum in St. John's angekommen, gab es schon den ersten Grund sich zu wundern. Es fahren keine Busse zum Flughafen. Dürfen sie nicht, wie sich später herausstellt, da zwischen einem gewissen Taxiunternehmen und dem Flughafen ein unfassbares Abkommen besteht. Nur die orangefarbenen Taxis haben das Recht, am Flughafen Fahrgäste abzufangen. Krass oder?

Diese Tatsache war mir jedoch nicht bekannt und mir wurde von der Infotante auch ein Flyer des Buses #14 in die Hand gedrückt, der angeblich in nicht allzu großer Entfernung des Flughafens halten sollte. Weit gefehlt. Nach ener guten Stunde Fußmarsch mit meinem Gepäck um den Flughafen, habe ich besagte Bushaltestelle sogar gefunden. Die Straße dahin war nur leider gesperrt und so wartete ich vergebens auf #14. Irgendwann kam jedoch Jude (ein netter Neufundländer, der seine Post abholen wollte) vorbei und hat mich freundlicherweise nach St. John's gefahren.

Das einzige Hostel der Stadt war zwar mal wieder etwas teurer, aber dafür auch schön und voller netter Leute (bis auf eine Ausnahme) und so war ich am nächsten Tag gleich bei schönstem Wetter mit zwei Mädels (Tina und Laura) auf dem East Coast Trail hiken. Die besagte Ausnahme war eine total verrückte alte Neufundländerin, die dann später ihren Auftritt hatte: Sie konnte keine Reservierung vorweisen, da sie bei ihrer Buchung über Telefon keine Kreditkartennummer angeben konnte. Als sie dann in der Tür stand, war nur noch ein Bett im mixed dorm frei, dass sie auch bereitwillig bezogen hat. Allerdings hat sie später unter lautstarkem Protest ihren männlichen Zimmerkollegen daran gehindert, sein Zimmer zu betreten. Nein, sie habe ausdrücklich ein female dorm gebucht und sowieso und überhaupt, sie sei verlobt und das geht ja mal gar nicht, dass der einfach sein T-Shirt auszieht. Und wenn ihr Zukünftiger das herausfindet...es hatten alle was davon. Am nächsten Tag wurde ihr nicht nur Hausverbot auf Lebenszeit verhängt, sondern es hat passenderweise auch geregnet. Also war die gasamte übermüdete Hostelbelgschaft im Museum. Glücklicherweise fand genau in dieser Woche das alljährliche Storytelling Festival statt und so konnten wir schottischen und irischen Geschichten lauschen. Das Finale war gestern Abend in einem Café. Davor bin ich nicht nur morgens auf den Signal Hill gestiefelt, sondern war auch nochmal auf dem East Coast Trail (diesmal mit Elizabeth statt Laura) am Cape Spear wandern...in kurzen Hosen. Es lebe der goldene Oktober!

Nachdem ich durch zehn Provinzen von West nach Ost gereist bin, geht es nun mit dem Flieger zurück nach Beautiful British Columbia. Mit einem Zwischenstopp in Calgary. Bin mit dem Taxi zum Flughafen gefahren...allerdings mit einem blauen ;)

Bis bald, eure Helena



Da war doch noch was..

Freitag, 10.10.2014

Halifax...hätt' ich fast vergessen, schon wieder.. (bin inzwischen schon in St. John's).

Dabei war's total schön da. Endlich wieder am Meer, habe ich mein Patschehändchen in den Atlantik getunkt. Wil, den ich im Zug nach Toronto kennengelernt habe, hat mir die Stadt und Umgebung gezeigt. Seine Tochter wohnt in Halifax, daher kennt er sich schon aus. Wir waren im Public Garden, beim "beer tasting", sind Fähre gefahrn und waren im "Fishermen's Cove" (einem sehr niedlichen Fischerort)  Muscheln essen. Mein Hostel war in der Nähe der Zitadelle, wo ich am späten Nachmittag den Blick auf die Stadt genossen habe. Am Abend bevor ich nach PEI gefahren bin, hat mein Hostel ein internes All-you-can-eat-$5-BBQ veranstaltet.

Mein Flug nach St. John's ging von Halifax, also habe ich da letzten Montag nochmal einen Zwischenstopp eingelegt. Zufälligerweise ist montags immer "Open Mic" in einem Privathaus in der Nähe des Hostels. Esther & Alex aus Québec, Steven aus Saskatoon & ich haben uns also mit Bier eingedeckt und haben die erstaunlich gute Musik der lokalen Künstler genossen. Das ging dann so bis morgens halb vier und mein Flug ging am nächsten Morgen... Aber nein, ich war diesmal nicht spät dran. Steven ist zur gleichen Zeit zurück nach Saskatoon geflogen, also sind wir schön zeitig zum Bus und es hieß "Bye-bye Halifax".

Die Neufundis sind schon was ganz Besonderes, aber das erzähl ich dann beim nächsten Mal ;)



 

P.E.I.

Dienstag, 07.10.2014

So,

ich bin mal wieder auf dem Weg nach Halifax. Nein, nicht immernoch. Diesmal mit dem Bus auf dem Weg zurück von der Prince Edward Island. Daher werde ich diesen Aufenthalt mal dazwischen schieben und von Halifax berichten, wenn ich da wieder bin.

Ich war eine Woche bei der Familie Green/Viger bzw. bei Mama Helen, Papa Neal, Tochter Cathrin(12), Tochter Erin(11) und den beiden Katzen Cookie und Mr. Whiskers (ja, beides Katzen, keine Kater). Sehr liebe, herzliche Leute, die mich gleich am ersten Abend in ihren kuscheligen Serienabend integriert haben. Auf Matratzen in Decken gehüllt gab es 'Once Upon a Time' zu sehn.

Die ersten drei Tage war ich gut im Garten beschäftigt. Helen und ich haben gefühlte 50 Setzlinge eingepflanzt. Ich habe den Wintervorrat an Holz gesetzt und die wiederrum gefühlten 100 Quadratkilometer Rasen gemäht. Allerdings mit nem coolen Traktor (, wie man das halt so macht mit seinen Grundstücken in Nordamerika). Danach war aber schlagartig Wochenende bzw. TGIF (Thank God It's Friday) und wir waren in Charlottetown. Außerdem sind wir Rad gefahren, haben für Erins Schule Schokolade verkauft, waren auf einer Plantage Äpfel pflücken, haben Unmengen an Geschirr gespült und Wäsche aufgehängt, die Herbstsonne genossen und bei Herbstregen gemütlich vor dem Holzofen Tee getrunken. Außerdem haben Neal und ich am Baumhaus der Mädels gewerkelt, Erin und ich haben ihr Zimmer umgeräumt/aussortiert/sauber gemacht und ich habe meinen obligatorischen Küchengegenstand gereinigt und neu sortiert (wobei es diesmal die Gefriertruhe und nicht der Kühlschrank war). Das mach ich irgendwie bei jeder Familie bevor ich geh.

Schön und lustig war's. Leben und arbeiten mit Familienanschluss und das Beste ist:

man gibt kein Geld aus...außer für Tee in Charlottetown vielleicht ;)

 

Québec, Québec

Donnerstag, 25.09.2014

Ach ja, es wird Herbst, wie schön!

Vier Tage habe ich in dem traumhaften Städtchen Québec verbracht und fahre nun (mal wieder mit dem Zug) an immer bunter werdenden Bäumen vorbei. Dies ist nun der letzte Abschnitt meiner Bahnreise bevor ich demnächst Halifax und damit den Atlantik erreichte. Schön war's.

Die ersten beiden Nächte habe ich auf Karls Couch gesurft. Netter Typ, der mich am Sonntag erstmal die angeblich beste Poutine der Stadt testen ließ: zum Frühstück. Gibt doch nichts besseres, als einen gesunden Einstieg in den Tag: Pommes mit brauner Soße und Käse. Aber ich hab's gegessen. Dann hat er mir mal eben die ganze Stadtt gezeigt. (Habe noch gar nicht mein Québecois-Paar erwähnt, bei denen ich in Richmond Hill zwei Nächte untergekommen bin. Merci nochmal an dieser Stelle).

Montag bin ich dann ins Hostel umgezogen und war gar nicht so böse um den Regen, denn die hatten da doch tatsächlich einen Super Nintendo mit Super Mario und Tetris...voll toll! Jessica aus den Niederlanden und ich haben erstmal schön gezockt, dann waren wir an einer ganz tollen Touristenattraktion: eine Kanonenkugel in einem Baum. Ernsthaft! Ja, sie macht ein Selfie damit.

Dann war ich noch im Battlefield Park, wo einst die Briten die Franzosen platt gemacht haben, und hatte einen schönen Blick auf die Stadt und den Hafen.

Außerdem war ich geradezu bestürzt, dass man in Québec doch tatsächlich Alkohol kaufen kann...im normalen Supermarkt. Sogar einzelne Flaschen (nen Sixer kann man sich halt leider dann auch hier nicht leisten ;) Nur trinken darf man's halt leider nirgendwo. Nicht draußen, nicht im Hostel...war mir aber Latte...muhahah

Die meiste Zeit bin ich durch die Altstadt geschlendert. Auf meinem Weg zum Bahnhof gestern, war ich noch am Fluss und konnte den Sonnenuntergang genießen.

Jetzt schau ich noch ein bisschen aus dem Fenster und melde mich wieder aus Halifax.

Bis dahin*

 

 

 

 

Here comes the sun

Samstag, 20.09.2014

Mein Tag in Montreal ging gestern schon früh los. Um halb sechs bin ich den Mont Royal raufgestiefelt, um die Sonne über der Stadt aufegehn zu sehn: Hat sich gelohnt!

Danch gab's Frühstück und noch ne Mütze Schlaf :) Dann war ich in der Altstadt und am Hafen.

Später hat das Hostel noch ne Kneipentour veranstaltet. Das war auch nich schlecht. Die letzte "Bar" hatte ne Halfpipe mitten im Raum und die "Kinder" sind Skateboard gefahrn. Ich hab mit den Erwachsenen Pool gespielt ;)

Jetzt geht's weiter nach Quebec!

Ottawa rules

Donnerstag, 18.09.2014

Meine beiden Tage in Ottawa waren sehr schön. Alishas Freundin Caitlin ist super nett und hat mit ihrer Tante, die im Parlament arbeitet, ne private Führung für uns organisiert. Als wir da gestern ankamen meinte die Tante, dass wir wir uns keinen blöderen Tag in der Woche hätten aussuchen können, weil der ukrainische Präsident zu Besuch war und somit fast alle Räume nicht zugänglich waren. Stattdessen hatten wir dann n netten Plausch mit Opposittionsführer Tom in seinem Büro. Oh, aus Deutschland bin ich also, was ich denn hier so mache. Na ja, ich überleg einzuwandern und wollt mir mal anschaun, wie ihr hier so das Land regiert. Haha...hat einer ne Kamera? Und dann sein Sekretär supercool: "Yeah, I'm sure the president of the Ukraine can wait a couple of minutes".

Danach musste Caitlin arbeiten, also bin ich über die Brücke des Ottawa River gelaufen und war im Gatineau Park. Später hat sie mich noch mit nem Freund von ihr zusammengebracht und wir waren in nem schottischen Pub (sind die jetzt eigentlich unabhängig?). Etwas angetrunken und mit den Worten "they will never take our freedom" ging es dann weiter in die nächste Bar und schließlich zu Caitlin nach Hause. Frühstück gab's dann so um eins und jetzt sitz ich am Bahnhof und warte auf den Zug nach Montréal..

Bis bald dann!

 

Zug um Zug

Montag, 15.09.2014

Hallo meine Lieben,

hiemit melde ich mich offiziell aus der Versenkung zurück.

Meine Reise hat mich mit dem Zug quer durchs Land nach Toronto geführt. Die Fahrt war wirklich ein Erlebnis! Ich hatte ein gemütliches Bett, hervorragends Essen, tolle Mitreisende und acht einhalb Stunden Verspaetung. Da lässt sich VIA Rail aber nicht lumpen und hat mir mal eben 50% !!!! meiner Fahrtkosten gutgeschrieben. Unfassbar, oder? Das müssen wir mal der Deutschen Bahn vorschlagen. Dieses Guthaben habe ich bereits in weitere Zugtickets investiert und so geht es für mich heute weiter nach Ottawa, wo ich bei einer Freundin von Alisha unterkomme. (Am Donnerstag fahr ich nach Montréal, von da aus am Samstag nach Québec City und am Donnerstag lande ich schließlich in Halifax.) Einmal quer durch's Land! Schafft leider nicht jeder. Einer meiner Piraten ist auf seinem Weg von Bord gegangen. Die Crew im Heimathafen, dem King Richard's Pub in Aurora, hat mich mit offenen Armen empfangen. Es wurde getrunken, geweint und gelacht. Meine Woche in der Greater Toronto Area war somit nur zu einem geringen Teil touristisch geprägt (ich war natürlich bei den Niagara Fällen ;) und auch ein Baseballspiel der Toronto Blue Jays stand auf dem Programm). Ein Teil von mir bleibt hier, bei den Loaders. Die Reise geht weiter. What a life!

The Tragically Hip - Wheat Kings

Coldplay - Green Eyes

"Welcome to America"

Samstag, 23.08.2014

... am nächsten Tag hab ich in der Hostelküche in Whistler den 19jährigen Engländer Jack ins Boot (bzw. ins Auto) geholt und werd jetzt so schnell niemanden mehr mitnehmen ;)

(Ganz ehrlich, die spinnen doch: der eine will nach Lake Louise und bleibt bis Jasper, dem nächsten biete ich ne Fahrt nach Seattle an und der bleibt bis Portland...und dann noch nichtmal Spritgeld anbieten...unverschämt. Geschlafen hat er auch noch in meinem Auto...aber dazu später mehr.)

Es ging also los in Whistler, vorbei an Vancouver :( an die GRENZE. Tja, was soll ich sagen...Amis halt:

immerhin ham se mich reingelassen ;)

Ziel des Tages:

Wir haben dann ein paar Hostels abgeklappert und eins mit noch zwei freien Betten gefunden, das der gute Jack erst nich nehmen wollte, weil es ganze $36 gekostet hat. (Der Typ hat ernsthaft in Whistler $6 gewechselt, die man an der Grenze zahlen muss und sich von Müsliriegeln ernährt. Ich dachte, der arme Junge, und hab ihm schön von meinen Vorräten abgegeben und hatte auch etwas Sorge, wie der bis nach L.A. kommen will.) Trotzdem habe ich mich nicht auf den Vorschlag eingelassen, irgendwo außerhalb der Stadt im Auto zu schlafen und so sind wir ins Hostel, was der gute Jack auch ohne Probleme mit Karte zahlen konnte.(..dazu später mehr.)

Mein eigentliches Ziel der Reise war Portland, um mich mit meiner alten Schulfreundin Esther und ihrem Freund Marcus bei ihrem Bruder Marcus (ja wirklich...ja beide mit c) zu treffen. Allerdings hatte ich schon ein paar Tage nichts mehr von ihr gehört, konnte sie auf dem Handy nicht erreichen und wusste nicht, wo Marcus genau wohnt. Also hab ich deren Mutter daheim in good old Germany angerufen und Marcus' Nummer erfragt, sie auch bekommen, aber niemanden erreicht. Dann hat die schlaue Helena mal vorsichtshalber ein Hostel in Portland gebucht, um nicht (wie fast die Nacht zuvor) auf der Straße zu sitzen und ist mit dem ach so coolen, aber ahnungslosen Jack Richtung Küste gefahrn. Der hatte mir inzwischen im Plauderton eröffnet, dass er über £4000 verfügt und sich ja eigentlich die letzten paar Tage seiner Reise so richtig gut gehn lassen könnte. Dass ich ihn da nicht aus dem fahrenden Auto geschubst habe, rechne ich meiner erst kürzlich errungenen Reife und damit verbundener Geduld zu.

Und so ging es (etwas unterkühlter) nach einem Zwischenstopp in Olympia...

...weiter nach

Oregon erreichten wir schließlich über eine schier endlos lange Brücke in Astoria. Dort mündet auch der Columbia River in den Pazifik. Somit bin ich einen kompletten Fluss gefolgt und habe sogar in ihm gebadet...toll, gell?!

In Portland habe ich mit einem wartenden Jack im Auto mein Hostel bezogen. Ein weiteres Bett war, oh Wunder, nicht frei. (Haha) Die frohe Botschaft hab ich ihm dann verkündet :) (Das Hostelpersonal hatte freundlicherweise angeboten, dass er Internet und Telefon nutzen kann, um eine andere Unterkunft zu finden. Hat er dann auch gemacht (...erfolglos). Er meinte noch ganz lässig, dass ja zur Not Mc Donald's 24 Stunden auf hat und sich dann doch etwas hecktisch auf die Suche nach einem Couchsurfing-Platz gemacht. Eine hat ihm witzigerweise geantwortet, dass der Sinn des Couchsurfings im interkulturellen Austausch besteht und er sich gefälligst ein Hostel suchen soll. Meine gesammelten Karma-Punkte und ich haben derweil die Live-Music und das Freibier im Hinterhof genossen...muhaha

Nach ein paar Stunden bin ich fröhlich zurück ins Foyer, und da saß immernoch ein nicht ganz so fröhlicher Jack. Dann hat der mich doch ernsthaft gefragt, ob ich ihn zu einer andern Unterkunft fahren kann: "Wo isn die?" "About 25 minutes from here" Da hab ich ihn dann nur ausgelacht und ihm gesagt, dass ich ganz bestimmt nicht ne Stunde für ihn durch die Gegend fahr. Wenn man Spritgeld teilt, mag das ja evtl. noch möglich sein, aber wenn man "hitchhicked, then you go where the driver is going". Das hat er dann auch gleich eingesehn ;) und etwas kleinlaut gefragt, ob er denn evtl. in meinem Auto schlafen kann.

Am nächsten Morgen bin ich zu Marcus' Wohnung gefahrn und hab die folgenden Tage mit den dreien sehr genossen. Wir waren Essen, Einkaufen, haben gespielt, ferngesehn und waren (nach zehn Jahreen wieder) am Meer...meine Chuck's auch ;)

P.S. Meine Abreise zurück nach Kanada vorgestern wurde etwas erschwert. Ich nenne es: Die Leiden des Happy W. 2

Es fing damit an, dass Esther beim Verabschieden meinte, dass ich ein bisschen wenig Luft im rechten Vorderreifen habe. Ich wollte eh noch tanken, also dacht ich, kein Problem. Die Luftmaschine war gleich bei der Einfahrt und so hab ich beim Versuch zurückzusetzen erstmal die halbe Zapfanlage mitgenommen. Is aber nix passiert. Das Auto hat nur n bissl gelitten. Beim Luftauffüllen hab ich gesehn, dass eine Nagel im Reifen steckt. (..hab ich gelassen und halt n bisschen mehr Luft reingemmacht.) Dann war absolut kein Tropfen Öl mehr drin, also wollt ich vier Flaschen für $23 an der Tanke kaufen. Die an der Kasse meinte dann netterweise, dass ich bei "Jiffy Lube" für $20 n ganzen Ölwechsel machen lassen kann. Hab ich dann auch gemacht. Die wollten mich allerdings gar nicht mehr da weglassen. Timing belt is wohl angerissen oder so und was, bis nach Kanada will ich fahrn, oh nein, lieber nicht und "It's a long way to walk to Canada". Witzig! Dann haben sie noch festgestellt, dass die Kühlwasserleitung leckt und der ganze Innenraum mit Wasser vollläuft und, oh nein, der Motor kann überhitzen, und das will ich bestimmt nicht, aber neue Leitung ham se nicht, aber der Laden nebenan. Ich also dahin. Oh nein, Kabel is zwar nicht teuer, aber alles ausbaun um dranzukommen schon und so fahrn würden se mir nich empfehlen, denn "it's a long way..." "...to walk to Canada, ja danke, hab ich schon gehört". Dann gab's ne Tafel Schokolade Nervennahrung für mich und 2 Gallonen (keine Ahnung wieviel das is...aber viel) potentielles (Kühl-) Wasser für Happy W. und auf ging's nach Kanada. Ohne Probleme. Das Wasser konnt ich selber trinken. Und da bin ich jetzt wieder bei Brett (, der am ersten Abend die Bude voll mit Übernachtungsgästen hatte, die auch noch frische Pasta machen wollten, was aber nich wirklich geklappt hat..) Jetzt kommt gleich noch Veronika und wir kochen zusammen...also bis bald mal wieder!

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